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Das Spessarthuhn

Das Spessarthuhn ist eine verschwundene Geflügelrasse, die 1956 aus den offiziellen Musterbeschreibungen gestrichen worden ist. Gut 50 Jahre später soll das Federvieh wieder ein quicklebendiger Mistkratzer werden.

Das hat sich Mönchbergs Rathaus-Chef Thomas Zöller (41) vorgenommen, der seit 1983 Rassegeflügel züchtet.

So hat das mittelgroße Spessarthuhn auszusehen: Ein feiner Schopf, weiße Ohrlappen und ein einfacher Stehkamm sollen es auszeichnen, das Gefieder soll tiefschwarz mit käfergrünem Glanz schimmern, Goldhals und goldiges Schmuckgefieder sind Pflicht.

Die Idee zur neuen Züchtung hatte Thomas Zöller beim Lesen der Fachzeitschrift "Illustrierte Beilage der Geflügel-Börse Leipzig vom 21.Juni 1929". Dieser Artikel berichtet, was der damalige Züchter Herr Roth, über den heimischen, rauen und wetterharten Landhuhnschlag feststellte.

Zu dieser längst nicht mehr vorhandenen Rasse kann man nur spärliche Hinweise erhalten. Aus der am 31. Mai 1932 veröffentlichten Musterbeschreibung kann man entnehmen, dass Max Roth aus Aschaffenburg durch die nationale Begeisterung sich veranlasst sah, die noch vorhandenen Reste des alten deutschen Landhuhnes im rauen Spessart zu sammeln, um hieraus ein bodenständiges Huhn zu machen. Personen, die es noch miterlebten, erzählten, dass die Zuchtversuche zu Beginn der 20er Jahre mit Altsteirereiern und schwarzen Landhühnern, vermutlich Rheinländerkreuzungen, begannen.

Das Ziel war es, eine Landhuhnform zu erreichen. Es sollte einen kleinen Nackenschopf haben, einen Stehkamm und weiße Ohrscheiben. Die Gefiederfarbe war schwarz mit gold im Halsbehang und der Hahn hatte ein entsprechendes goldenes Schmuckgefieder.

Hühner mit Haube oder Schopf hat es unter Landhühnern immer wieder gegeben. Aber die Durchzüchtung von Landhuhnmerkmalen war noch zu keiner Zeit eine leichte Arbeit, da die Vererbung infolge der ungeregelten, so vielfältigen Blutmischungen sich schwer in vorbestimmte Zuchtrichtungen bringen lassen will. Rückschläge traten auch dann noch auf, als man sich schon ganz nahe der konstanten Vererbung wähnte. Diese Tatsache und auch die sehr lokale Verbreitung führten dazu, dass bald nach dem Tode des Schöpfers dieser Rasse nichts mehr von ihr zu sehen war.

Musterbeschreibung von 1934

Gesamteindruck:
Landhuhn mit feinem Schopf und einfachen Stehkamm,
in Gefieder mit Goldhals und goldigem schwarzem Schmuckgefieder.
Hahn

Rumpf: 
Gestalt: 
Kopf: 
Kamm:  
Kehllappen: 
Ohrscheiben: 
Augen:
Schnabel:
Hals: 
Rücken: 
Schwanz: 

Brust: 

Läufe:
Gefieder: 
Kastenförmig, etwas aufgerichtet.
Kräftig, gedrungen.
Klein bis mittelgroß, mit kleinem aufliegenden Schopf.
Feiner Stehkamm, gleichmäßig gesägt, nicht zu rauh im Gewebe.
klein.
Weiß, klein.
Dunkel mit hellbrauner Regenbogenhaut.
Schwarz
Mittellang, schön gebogen.
Etwas abfallend.
Von mittlerer Länge, voll und stark besichelt, im Winkel von 120 bis 130 Grad getragen.
Gut gerundet, breit und tief.
Feinknochig, unbefiedert, schwarz bis schieferblau.
Knapp anliegend, keinesfalls bauschig, breitfedrig.


Henne:

Kamm: 


Gewicht:

Gefiederfarbe:


Schwanz: 

Behang: 

Grobe Fehler:  
liegt hinten etwas um.
Die Haube ist größer und voller als beim Hahn

1,5  bis 2 Kilogramm

Schwarz mit Goldhals. Das Gefieder tiefschwarz mit käfergrünem Glanz. Behang beider 
Geschlechter sowie Rücken und Flügelbug beim Hahn rotgold gesäumt.

Schwarz

zeigt kräftigen Schaftstrich.

Weiß im Gefieder, andere als schwarze oder schieferblaue Läufe, fehlende Haube, fehlender
Goldhals, wenig ausgeprägte Leistungsform, vor allem fehlender Legebauch.

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